On The Administrator’s Secret Service III

Audienz beim Basileus von Jesuil: Entscheidender Wendepunkt in dunkler Ahn?

Audienz beim Basileus von Jesuil: Entscheidender Wendepunkt in dunkler Ahn?

Jesuil, 8. Monat (IV/4). Nach einer stürmischen doch zumindest auch zügigen Überfahrt, im Laufe derer mein Magen trotz einer Clan-Ration Zingiber mehrfach rebellierte, genoss ich den seewärtigen Blick auf den berühmten Palmenstrand von Jesuil-Jahesa-ia. Unter dem im Zenit stehenden Zentralgestirn manövrierte die „Vaskwind“ mit Hilfe eines Lotsen durch die tückischen Korallenbänke und gefährlichen Strömungen, die den Hafen von Jesuil auf natürliche Weise schützen. Noch in der Ahn meiner Ankunft sprach ich am Amtssitz des Basileus vor, wo mir die Gunst einer ad-hoc-Audienz erwiesen ward. Zunächst bekundete ich dem Herrscher meinen tief empfundenen Dank für die Verleihung des Siegelrechts, das mich, wie er mir nochmals ausführlich erläuterte, dazu ermächtigte (nicht jedoch zugleich verpflichtete), in seinem Namen zu sprechen und zu handeln. Ich kann das Ausmaß an Ehre und Wohlwollen, das mir hierdurch zuteil wird, noch immer kaum fassen, umso mehr als mit der Verleihung des Siegelrechts die Erhebung in den Stand eines Archon von Jesuil verbunden ist. Und so sehe ich es als meine moralische wie gesellschaftliche Pflicht und als Erfordernis, um der gewährten Ehre genüge zu tun, Ansehen und Wohlstand des Inselreiches und des Basileus in persona zu mehren, wo immer es mir möglich sein wird. Desweiteren informierte ich den Basileus über die neuesten Entwicklungen bzgl. der turmischen Angelegenheiten und, damit untrennbar verbunden, hinsichtlich des Widerstandes gegen die cosische Usurpation in der Voskregion. Er beteuerte erneut sein tiefes Bedauern über die Zustände und sicherte seine unbedingte Unterstützung zu, zumal ein vom cosischen Joch befreites und zu seiner vormaligen Blüte zurückkehrendes Turmus auch den ureigensten Interessen Jesuils zupass kommt. In dieser einträchtigen und von Tatendrang geprägten Stimmung fasste ich mir ein Herz und offenbarte dem Basileus den wichtigsten Grund dieser meiner Reise nach Jesuil. Meine Bitte, der er, großmütig und rechtschaffen wie er ist, ohne viel Federlesens stattgab, mag dem Pendel, welches über das Schicksal von Turmus entscheidet, den ersehnten Stoß zum Guten gegeben haben. Seid gepriesen und abertausendfach bedankt, Ihr Götter!

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