On The Administrator’s Secret Service II

Schicksalhafte Begegnung

Schicksalhafte Begegnung

Kargash, 8. Monat (IV/2). Obschon erst der zweite Tag nach meiner Ankunft in Kargash angebrochen war, vermochte ich die innere Unruhe kaum mehr zu beherrschen, welche jede weitere Ihn, die ich zur Untätigkeit verdammt war, mehr von meinen Geist und Körper Besitz ergriff. Der Nachricht, die Sir Cato mir hatte zukommen lassen ehe er Port Kar verließ, konnte ich nur zwei konkrete Ansatzpunkte für die Erfüllung des Auftrags entnehmen, welchen er mir erteilte. Deren einer, und der von mir priorisierte, war Kargash oder genauer gesagt eine Person, die ich hier treffen sollte. Meinem proaktiven Wesen höchst unzuträglich war dabei allerdings, dass besagte Person inkognito unterwegs sein würde, und ich nicht mehr tun konnte als darauf zu warten, dass sie sich mir offenbarte. So flanierte ich mehrmals täglich über den Bazar und hielt mich praktisch vom ersten bis zum letzen Licht des Tages an öffentlichen Plätzen auf. Dabei ließ ich, was mich einige Überwindung kostete, immer wieder meinen feuerroten Schopf unter dem Schleiertuch hervorblitzen, an welchem man mich gewisslich erkennen mochte. Wann immer mich eine männliche Stimme ansprach, machte mein Herz vor Aufregung einen Satz. Und mein Frustrationspegel stieg, wenn ich einmal mehr nicht in das erwartete Gesicht blickte. Schon trug ich mich mit dem Gedanken nach Ar weiterzureisen, um dort die andere Spur aufzunehmen, die der Administrator mir aufgezeigt hatte, da trat er unvermittelt in meinen Weg. Viele Monde sind übers Firmament gezogen, seit ich den Jüngling zuletzt in Turmus angetroffen hatte, und nun stand er als stattlicher Mann vor mir. Tausend Dinge waren mir im Vorfeld durch den Kopf gegangen hinsichtlich dieser Begegnung, die für unser aller Schicksal die Weichen stellen könnte, und ich hatte Pläne für schier jedwede Eventualität geschmiedet. Doch als hätten die Götter mich höchstselbst bei der Hand genommen, verlief alles beinahe Misstrauen erregend reibungslos. Denn nach zwei Ahn verfügte ich über weit mehr als die Erkenntnis und die Informationen, die ich mir erhofft hatte, um den Nebel auf dem Weg vor mir lichten und den nächsten Pasangstein ins Auge fassen zu können… Nunmehr war keine Ihn an Aufschub mehr zu dulden! Mit der Präzision der Mechanik einer Spieluhr aus der Werkstatt von Sir Calos begann ich umzusetzen, was weiterhin geplant war, und bestieg eiligst ein Schiff gen Jesuil, Sir Echion und Vulo an meiner Seite. Nur meine teure Freundin Talia habe ich vom Ziel meiner Reise unterrichtet und zugleich auf äußerste Geheimhaltung eingeschworen. Sogar Flo ließ ich im Unklaren – und gegen ihren Willen in Kargash zurück, was ihr so wenig passte wie einer Motte der Duft von Lavendel, ich jedoch für die einzig richtige Entscheidung im Hinblick auf die Sicherheit der jungen Heilerin hielt.

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